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Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) hat erneut ihre Mitglieder um Geld gebeten. Dieses Mal geht es um zusätzliche 25.000 Euro, um eine Anwaltskanzlei mit der weiteren Bearbeitung der Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts (KöR) zu beauftragen. Durch eine großzügige Sonderspende, sei bereits ein Teil der zusätzlichen Mittel eingeworben. Es fehlen noch 10.000 Euro, berichtet die DBU in ihrem aktuellen Newsletter.
Erst vor kurzem hatte die DBU einen außerordentlichen Spendenaufruf in Höhe von 50.000 Euro gestartet, um den laufenden Betrieb sicherzustellen. Zwei Hilferufe in kurzer Folge, für unterschiedliche Zwecke, aber aus demselben Grund: Es fehlt Geld. Nach internen Umfragen wünscht sich wohl ein Großteil der Mitglieder die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Für viele in der DBU ist sie mehr als ein formaler Status: Sie steht für gesellschaftliche Gleichstellung, institutionelle Stabilität und langfristige Sichtbarkeit. Wenn eine deutliche Mehrheit der Basis diesen Schritt befürwortet, dann gehört seine Umsetzung zum Kernauftrag der DBU. Gerade deshalb irritiert es, dass für dieses zentrale Ziel nun gesondert Mittel eingeworben werden müssen. Eine strategische Priorität sollte sich im regulären Haushalt widerspiegeln. Wenn stattdessen Sonderaufrufe notwendig sind, ist das ein Bankrotterklärung. Es spiegelt die strukturellen Defizite in Planung und Budgetierung der DBU wider. 50.000 Euro zur Sicherung des laufenden Betriebs. 25.000 Euro zusätzlich für juristische Beratung – und das Haushaltsjahr hat erst begonnen. Diese Zahlen stehen nicht isoliert nebeneinander. Sie legen nahe, dass die finanzielle Lage weiterhin chronisch angespannt ist. Die entscheidende Frage lautet hier daher nicht, ob die KöR-Anerkennung sinnvoll ist. Das ist eine andere Diskussion. Die aktuelle Frage lautet: Warum sind dafür wieder keine Mittel aus dem laufenden Haushalt vorhanden? Warum müssen Mitglieder wieder kurzfristig einspringen? Ein Verband, der eine so grundlegende rechtliche Transformation anstrebt, sollte diese finanziell antizipieren. Wer einen Marathon plant, kalkuliert nicht nur die ersten Kilometer. Öffentliche Anerkennung als Körperschaft bringt Rechte, aber auch Pflichten. Sie verlangt Transparenz, Stabilität, organisatorische Reife und verlässliche Finanzführung. Dies kann die DBU nicht bieten: Ein Verband bemüht sich um staatliche Anerkennung als dauerhaft tragfähige Institution, kann aber auf Grund eines desaströsen Finanzmanagements die eigene dauerhafte Existenz nicht sicherstellen. Sie muss bei ihren Mitgliedern wieder und wieder um existenzsichernde Mittel betteln. Bevor neue Gelder eingesammelt werden, wäre eine nachvollziehbare Offenlegung der finanziellen Lage und der strategischen Planung angemessen. Mitglieder haben Anspruch auf Transparenz, gerade dann, wenn sie wiederholt zur Kasse gebeten werden. Die KöR-Anerkennung mag ein berechtigtes und mehrheitlich gewünschtes Ziel sein. Doch wer diesen Anspruch verfolgt, muss organisatorisch und finanziell entsprechend aufgestellt sein.
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Ein Offener Brief als letzter Ausweg: Wie Plum Village beim Schutz vor Missbrauch versagte und was sich nun ändern muss.
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Statt von einer jenseitigen Wiedergeburt und kosmischer Vergeltung zu sprechen, kann der Blick auf das konkrete Erleben im gegenwärtigen Augenblick gerichtet werden: auf Empfindung, Emotion und Gewohnheit und damit auf die Möglichkeit zur Freiheit. Am Anfang steht immer die Empfindung: vedana. Ein neuer Spendenaufruf der Deutschen Buddhistischen Union ist im Umlauf. Wieder bittet die DBU um Geld – um sehr viel Geld, genauer: um 50.000 Euro. Wieder ist der Ton alarmistisch, wieder appelliert man an Solidarität, Verantwortung und das gemeinsame buddhistische Anliegen. Und wieder bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Warum steht der Dachverband trotz aller Warnungen, Analysen und Einsichten noch immer nicht auf einer tragfähigen wirtschaftlichen Grundlage?
Der erneute Spendenaufruf ist ein Symptom. Er zeigt, dass die DBU weiterhin auf kurzfristige finanzielle Interventionen setzt, statt die strukturellen Ursachen ihrer Krise konsequent anzugehen. Das Damoklesschwert der Insolvenz hängt deshalb wohl weiter über dem Dachverband, wie schon vor einem Jahr. Spenden ersetzen keine Strategie. Spenden können helfen, Zeit zu kaufen. Sie können Atem verschaffen, Übergänge ermöglichen, Notlagen abfedern. Was sie nicht können: dauerhafte insuffiziente Strukturen kompensieren. Genau das aber scheint der Vorstand der DBU nach wie vor zu versuchen. Wenn ein Verein über Jahre hinweg – bereinigt um außergewöhnliche Spendeneinnahmen – jährlich rund 50.000 Euro mehr ausgibt als er einnimmt, dann ist ein erneuter Spendenaufruf in exakt dieser Höhe kein Zufall. Er ist die stillschweigende Anerkennung, dass man die Probleme nicht beseitigt hat, sondern sie externalisiert: an die Spendenbereitschaft der Mitglieder und Förderer. Damit wird aus Solidarität eine Pflicht und aus Großzügigkeit ein Geschäftsmodell. Was geschieht eigentlich, wenn sich bei Mitgliedern und Förderern der DBU eine Ermüdung einstellt? Wenn der Eindruck entsteht, dass jeder Hilferuf lediglich den nächsten vorbereitet? Wenn aus der Ausnahme die Regel wird? Dann kippt das Vertrauensverhältnis. Die Frage lautet dann nicht mehr: „Wie können wir helfen?“ Sondern: „Warum ist das schon wieder notwendig?“ Eine Organisation, die ihre Existenz wiederholt nur durch außerordentliche Spenden sichern kann, signalisiert klar: Wir haben die Lage nicht im Griff. Und genau dieses Signal untergräbt bei den Mitgliedern langfristig die Bereitschaft, erneut Verantwortung für ihren Verband zu übernehmen. Bis heute bleibt auffällig, wie zögerlich und halbherzig die notwendigen Entscheidungen getroffen wurden. Ja, es gab Sparmaßnahmen. Ja, es gab Appelle. Aber es gab keine konsequente Neuausrichtung, keinen offenen Priorisierungsprozess, keine ehrliche Debatte darüber, was sich die DBU realistisch leisten kann und was nicht. Stattdessen entsteht der Eindruck, man wolle das bestehende System möglichst unangetastet erhalten und seine Finanzierung immer wieder durch moralische Mobilisierung absichern. Hoffnung ersetzt Planung, Appell ersetzt Führung. Das ist fahrlässig. Der wiederholte Rückgriff auf Spenden verweist auf die Angst vor Kontrollverlust. Wirkliche Strukturreformen bedeuten immer auch, liebgewonnene Projekte zu hinterfragen, Zuständigkeiten zu verändern, Einfluss abzugeben. Sie zwingen dazu, zwischen Wichtigem und Wünschenswertem zu unterscheiden. Spendenaufrufe dagegen sind bequem. Sie verschieben die Zumutung weg von den Entscheidungsträgern hin zur Basis. Die Mitglieder sollen retten, was der Vorstand der DBU nicht neu ordnen will. Ein Verband, der sich ethisch auf Selbstverantwortung beruft, vermeidet genau jene Verantwortung auf institutioneller Ebene. Gerade für einen buddhistischen Dachverband ist diese Dynamik problematisch. Denn buddhische Praxis bedeutet nicht, Konflikte zu übertünchen oder unangenehme Wahrheiten zu umspenden. Sie bedeutet, hinzusehen, Ursachen zu erkennen und Leiden an der Wurzel zu bearbeiten auch wenn das schmerzhaft ist. Der neue Spendenaufruf wirft deshalb eine unbequeme, aber notwendige Frage auf: Was ist der Plan für den Moment, in dem diese 50.000 Euro nicht mehr zusammenkommen? Solange diese Frage nicht offen, transparent und gemeinsam beantwortet wird, bleibt jede finanzielle Rettung vorläufig. Wegen der mangelnden Konsequenz und Kompetenz des Vorstands der Deutschen Buddhistischen Union hängt das Damoklesschwert der Insolvenz weiter über den Köpfen der Verbandsbudhisten. Es gehört zu den Merkwürdigkeiten der Deutschen Buddhistischen Union (DBU), dass sie sich in den letzten Jahren immer weiter von jenen Werten entfernt hat, die sie öffentlich zu vertreten vorgibt: Achtsamkeit, Wahrhaftigkeit, Offenheit. Stattdessen etabliert sich ein Stil, der an eine hermetisch geschlossene Glaubensgemeinschaft erinnert, mit zunehmenden sektiererischen Zügen.
Die zurückgehaltene Präsentation: Wenn „Privatmeinung“ zur Schutzbehauptung wird Bis heute weigert sich der Vorstand der DBU, den Jahresrückblick der letzten Mitgliederversammlung herauszugeben, eine Präsentation, die offiziell als „Rückblick des Vorstands“ angekündigt und gezeigt wurde. Ich hatte bereits im Artikel Nachlese: Intrigen in der DBU darüber berichtet. Offiziell heißt es nun, diese Präsentation sei die „Privatmeinung“ von Anna Brychcy, der damaligen ersten Vorsitzenden, sowie von Jinpa Chodron, bürgerlich Jutta Gassner, die sie vorgetragen hat. Diese Argumentation ist absurd. Eine „Privatmeinung“ wird nicht auf einer Mitgliederversammlung als offizieller Jahresbericht präsentiert. Tatsächlich handelt es sich um ein offizielles Dokument des Verbands mit Logo, vorgetragen durch den Vorstand bei der offiziellen jährlichen Mitgliederversammlung. Die Präsentation enthält personenbezogene Daten über mich, weshalb die DBU gesetzlich verpflichtet ist, sie mir offenzulegen. Dass sie das bis heute verweigert, zeigt, dass Transparenz in der DBU offenbar nur dann erwünscht ist, wenn sie ins eigene Narrativ passt. Das Schweigen des Rats: Keine Protokolle mehr Kürzlich informierte die DBU ihre Mitglieder per Rundmail darüber, dass künftig keine Ratssitzungsprotokolle mehr veröffentlicht werden. Sie seien ab sofort nur noch für Mitglieder per Passwort einsehbar. Bislang waren diese auf der Website des Verbands öffentlich zugänglich – ein Minimum an Transparenz in einem Verband, der sich immerhin als „Dachorganisation des Buddhismus in Deutschland“ versteht. Während andere gemeinnützige Organisationen – etwa Weltenretter e.V., BUND, Greenpeace oder Mehr Demokratie e.V. – längst auf Livestreams, offene Archive und umfassende Protokolle setzen, zieht sich die DBU hinter verschlossene Türen zurück. Warum? Was hat die DBU zu verbergen, dass man den öffentlichen Einblick in die Ratsarbeit verweigert? Die Begründung bleibt vage, "da sie interne Beratungs- und Entscheidungsprozesse dokumentieren", der Effekt jedoch ist klar: Kritische Nachfragen werden erschwert, Entscheidungsprozesse verdunkelt. Macht gedeiht dort bekanntlich am besten, wo niemand mehr hinschauen kann, wo Öffentlichkeit vermieden wird und so Kontrolle ausgehebelt. Wikipedia unter Kontrolle: Die digitale Säuberung Doch damit nicht genug: Die DBU lässt unbequeme Passagen über sich auf Wikipedia löschen. Betroffen sind insbesondere Abschnitte, die ihre Finanzkrise sowie den Offenen Brief dazu erwähnten. Wikipedia gilt als kollektives Gedächtnis des Netzes. Wer dort Inhalte entfernen lässt, betreibt Geschichtsklitterung. Die Löschung kritischer Informationen ist kein Zufall, sondern fügt sich nahtlos in die Strategie der DBU, das eigene Image zu kontrollieren und jede öffentliche Debatte über Missstände und Probleme zu unterbinden und Kritiker zu delegitimieren. Was als „buddhistischer Dachverband“ begann, droht sich zu einer Organisation zu verwandeln, die Kritik nicht mehr als Korrektiv, sondern als Bedrohung wahrnimmt. Das ist das Gegenteil von Dharma-Praxis. Wer Kritik äußert, wird diffamiert oder ignoriert. Wer Aufklärung fordert, wird mit juristischen Winkelzügen konfrontiert. In einer Zeit, in der spirituelle Institutionen weltweit um Glaubwürdigkeit ringen, wäre Transparenz ein wichtiges Mittel, Vertrauen zurückzugewinnen. Doch stattdessen kultiviert die DBU ein Klima des Schweigens und die Hatz auf Kritiker. Das ist nicht buddhistisch, das ist bedenkliche Machtpolitik. Ein Appell an die Mitglieder Die DBU gehört nicht dem Vorstand, sondern den Mitgliedern. Diese sollten sich fragen, ob sie bereit sind, hier weiter zuzusehen. Ein offener, pluraler Buddhismus lebt von Dialog, nicht von Doktrin. Solange Kritik als Angriff gilt und Wahrheit als Störung empfunden wird, ist es Aufgabe all jener, die den Dharma ernst nehmen, laut zu werden und auf Transparenz zu bestehen. Buddhismus frei von Transzendenz? Die Anliegen eines Säkularen Buddhismus – ein Interview in der „TIBET UND BUDDHISMUS“, Mai 2022 Den ganzen Artikel lesen:
Nach der Veröffentlichung des Blog-Beitrags „Ist die DBU etwa zu einer Sekte geworden?“ erhielt ich eine Reihe von interessierten Nachfragen: Was da denn genau passiert sei und ob ich den genannten „Drohbrief“ der DBU verlinken könne. Gern stelle ich die Informationen in Form eines Erfahrungsberichts zur Verfügung.
Die Ereignisse in chronologischer Abfolge Alles begann im Herbst/Winter 2024 damit, dass ich hörte, die Deutsche Buddhistische Union sei in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Ich nahm Kontakt zu anderen Mitgliedern der DBU auf und tauschte mich mit ihnen aus. Darunter mehrere Ratsmitglieder und Delegierte von Mitgliedsgemeinschaften. Es zeigte sich schnell, dass ich nicht der Einzige war, der sich sorgen um die DBU machte. Verschiedene Anfragen an den verantwortlichen Vorstand nach relevanten Finanzdaten, um uns einen Überblick über die wohl brisante Situation unseres Vereins zu verschaffen, beantwortete dieser nicht. Auch im Rat selbst wollte der Schatzmeister weitergehende Informationen nicht vorlegen. Er sprach aber offen von einer drohenden Insolvenz. Die Mitarbeit in der eigens zur Bewältigung der Finanzkrise eingerichteten Task Force gestaltete sich ebenso unbefriedigend. Der Schatzmeister gewährte den ehrenamtlich Helfenden keine freie Hand. Er versuchte, die Arbeit und den Informationsfluss jederzeit zu kontrollieren. Die nachvollziehbare Forderung, in dieser ernsten Situation eine außerordentliche Mitgliederversammlung abzuhalten, wurde vom Vorstand abgelehnt. Stattdessen organisierte der Vorstand eine „Infoveranstaltung zur aktuellen Finanzlage der DBU“ für Mitglieder. Diese sollte per Zoom Anfang Dezember 2024 stattfinden. Allerdings, man erfuhr als einfaches Mitglied von dieser Veranstaltung über die offiziellen Kanäle der DBU nichts, sondern ausschließlich über interne Kanäle. Ich besorgte mir den entsprechenden Zoom-Link und wählte mich zum angegebenen Zeitpunkt ein. Die Veranstaltung war dann auch nur mäßig besucht, berücksichtigt man, dass die DBU nach eigenen Angaben 10.000 bis 12.000 Mitglieder repräsentiert. Es waren geschätzt 30, vielleicht maximal 50 Personen anwesend. Was ich bei dieser „Infoveranstaltung“ erlebte, war erschütternd: Die Moderatorin, die DBU-Fundraiserin Frau Beate Aldag, agierte hochmanipulativ – vermutlich durch den Vorstand entsprechend instruiert: Sie mischte sich in die Redebeiträge der Teilnehmer ein, die ohnehin zeitlich eng begrenzt waren, bewertete sie, machte lächerlich und versuchte vorzuschreiben, was inhaltlich gesagt werden dürfe und was nicht. Es gipfelte darin, dass einem Ratsmitglied, das sich kritisch äußerte, der Ton abgedreht wurde – einem demokratisch legitimierten Mitglied des Leitungsgremiums des Vereins! Das selbe Ratsmitglied, dem bei der „Infoveranstaltung“ der Ton abgedreht wurde, berichtete im Übrigen, dass er auf Grund seiner kritischen Haltung als Querulant verleumdet, gemobbt und im Rat letztlich isoliert werde. Der Offene Brief Nach dieser Erfahrung war meinen DBU-Freunden und mir klar, dass eine normale Kommunikation mit den Verantwortlichen nicht möglich ist. Sie war von ihnen offenbar nicht gewünscht. Gab es etwas zu verbergen? Fünf von uns entschlossen sich daraufhin, einen Offenen Brief zu verfassen. Diesen schickten wir Ende Januar an Rat und Vorstand der Deutschen Buddhistischen Union und verbreiteten ihn bedacht über private Kanäle sowie einer buddhistische Online-Plattform, dem buddhaland.org. Wir setzten an das Ende des Briefs bewusst den Satz: „Lasst uns gemeinsam diese Krise bewältigen und die DBU wieder auf einen stabilen Kurs bringen.“ Wir hatten weiterhin die Hoffnung, dass mit dem Vorstand, der bisher alle Bemühungen um eine gemeinsame Lösung blockiert hatte, dennoch eine Zusammenarbeit möglich sei, um die Krise unseres gemeinsamen Vereins zu überwinden. Aber: Auch dieses Gesprächsangebot schlugen die Verantwortlichen der DBU aus. Sie reagierten mit der Aufforderung, die Verbreitung des Offenen Briefs sofort einzustellen, verfassten eine diskreditierende Stellungnahme, in der sie unter anderem Lügen verbreiteten, sowie einen Drohbrief, den sie uns, den Verfassern des Offenen Briefs, persönlich per E-Mail und Briefpost zugesandten. Das Ratsmitglied, das den Offenen Brief mitverfasst und unterzeichnet hatte, war im Anschluss mit einer langen Frageliste des Vorstands konfrontiert. Man forderte ihn auf, diese in einer Art Verhör zu beantworten, was er selbstverständlich ablehnte. Wir, die Verfasser des Offenen Briefs, berieten nun, wie es weiter gehen könnte. Zunächst einmal stellten wir die Unwahrheiten, die uns in der DBU-Stellungnahme entgegengehalten wurden, in einer eigenen "Entgegnung zur Stellungnahme des Vorstands der Deutschen Buddhistischen Union auf den Offenen Brief zur Finanzkrise der DBU" richtig. Darüber hinaus überlegten wir, ob wir einen weiteren Offenen Brief verfassen sollten oder was sonst zu tun sei, um unseren Verein, der uns am Herzen lag, vor der wohl drohenden Zahlungsunfähigkeit zu retten. Wir entschlossen uns – auch um eine weitere Eskalation mit dem Vorstand zu vermeiden – keine weiteren öffentlichen Äußerungen zu tätigen. Stattdessen wollten wir uns aktiv in die Lösung der Probleme unseres Vereins einbringen: Wir bewarben uns zu den Ratswahlen bei der kommenden Mitgliederversammlung um Ratsposten. Versuch der Deeskalation Ich ergriff die Initiative und rief bei einigen Verantwortlichen an, um im Vorfeld der Mitgliederversammlung Missverständnisse auszuräumen und endlich ins Gespräch zu kommen: die inzwischen zurückgetretene Vorsitzende Anna Karolina Brychy, den Schatzmeister Claus Herboth sowie die Chefredakteurin der Vereinszeitschrift Susanne Billig. Letztere hat zwar kein demokratisches Mandat, ist aber bei vielen Ratssitzungen anwesend und beeinflusst die Politik des Vereins oft nicht unwesentlich. Frau Brychy und Frau Billig verweigerten ein klärendes Gespräch komplett. Und dies, obwohl in jedem bösen Brief seitens des Vorstands an uns immer wieder Gesprächsbereitschaft betont wurde. In dem Protokoll der Ratssitzung vom 8. Februar 2025 ist nachzulesen, dass ein Ratsmitglied vorschlug, uns, die Verfasser des Offenen Briefs per Zoom zu einer Ratssitzung zuzuschalten, so dass man gemeinsam über den Offenen Brief sprechen könne. Die damalige Ratsvorsitzenden Anna Karolina Brychy hielt dies für „nicht geboten“. „Der Rat hatte bislang noch keinerlei Gelegenheit, sich über den Offenen Brief zu beraten und wünscht erst einmal einen internen Austausch.“ Aber auch nach Wochen – nachdem man annehmen konnte, dass der gewünschte Austausch im Rat nun erfolgt sei –, lud man uns nicht zu einem klärenden Gespräch. Einzig Herr Herboth zeigte sich nach anfänglicher Skepsis immerhin bereit, mir die Betriebswirtschaftlichen Auswertungen, BWA, der letzten vier Jahre der DBU zur Verfügung zu stellen. Finanzunterlagen also, in die wir als besorgte Mitglieder schon lange Einsicht verlangt hatten, was uns aber bis dahin verweigert wurde. Unter anderem aus diesen BWA ging hervor, dass die finanziellen Probleme im Wesentlichen durch zu hohe Personalkosten sowie die Kosten, die die Vereinszeitschrift Buddhismus Aktuell verursacht, hervorgerufen worden sind. Bereinigt um überdurchschnittliche Spendeneinnahmen hat die DBU mindestens seit 2020 Jahr für Jahr rund 50.000,- € mehr ausgegeben als eingenommen. Die Vereinszeitschrift erzeugt – bereinigt um interne Verrechnungen – ein Defizit von etwa 80.000,- € jährlich. Die Mitgliederversammlung Am letzten Wochenende im Mai fand nun die Mitgliederversammlung statt. Nach dem üblichen formalen Teil so einer Vereinsversammlung, etwa der Feststellung der Beschlussfähigkeit, schritt die Interims-Vorsitzwende der DBU Tsunma Konchok Jinpa Chodron, bürgerlich Jutta Gassner, zu einer zusammenfassenden Präsentation der vergangenen Ereignisse. Frau Gassner betonte, dass die Präsentation die ehemalige 1. Vorsitzende Frau Brychy zusammengestellt habe. Zunächst wurde in der Präsentation einer der Verfasser des Offenen Briefs in Abwesenheit schlecht gemacht. Er habe bei der vergangenen Mitgliederversammlung einen Antrag „aggressiv“ eingebracht, der zudem falsche Behauptungen enthalten habe. Wer diese Person kennt, wusste um die Lächerlichkeit dieses Vorwurfs: Es gibt wohl niemanden der gutmütiger, sanfter und mehr buddhistischer Ethik verpflichtet ist, als diese Person. Diese Schilderung von Frau Gassner bzw. Frau Brychy hatte nur einen Zweck: Die Person zu diskreditieren, weil sie zu den Verfassern des Offenen Briefs gehörte. Frau Gassner fuhr fort und präsentierte aus dem Zusammenhang gerissene Screenshots von Posts aus den Sozialen Medien, die mich persönlich betrafen. Auch hier war die Intention klar: Ich sollte als Verfasser des Offenen Briefs gegenüber den versammelten Delegierten der Mitgliedsgemeinschaften der DBU diskreditiert werden. Auf so etwas war ich nicht vorbereitet – aber ich hätte es nach den vorangegangenen Ereignissen eigentlich sein müssen –, weshalb ich keine Fotos von dieser unsäglichen Präsentation anfertigte. Eine spätere Nachfrage, ob man mir die Präsentation überlasse, hat man natürlich abgelehnt. Vielleicht wird sie mit dem Protokoll zur MV 2025 veröffentlicht. Dann werde ich sie an dieser Stelle nachträglich verlinken. Der Schatzmeister verbreitete insgesamt Optimismus, unter anderem, weil ja durch den aktuellen Spendenaufruf nun ausreichend Mittel zur Verfügung stehen. Die drohende Zahlungsunfähigkeit sei damit abgewendet. Dass man sich aber dauerhaft nicht auf ein so gewaltiges Spendenaufkommen verlassen kann, das kurzfristig durch einen alarmistischen Spendenaufruf aktiviert worden ist, und die bisher eingeleiteten rudimentärten Sparmaßnahmen nicht ausreichen, um die Zukunft der DBU zu sichern, wollte niemand hören. Es gibt noch viele weitere Details, die der Schilderung Wert wären: Etwa, dass man extra viele Kandidaten für die Ratswahl mobilisierte und dass man versuchte per Satzungsänderung die Zahl der Räte zu verringern, um unsere Wahl in den Rat zu verhindern. Dass die Mitarbeiter der DBU wohl dazu angehalten wurden, bei der Mitgliederversammlung in bewegenden Wortbeiträgen ihre Ängste um ihre Arbeitsplätze kundzutun: Die Geschäftsstelle solle ja unter anderem geschlossen werden. Dahinter stand die Erzählung des Vorstands, dass die Verfasser des Offenen Briefs eine Agenda verfolgen, um der DBU zu schaden, sie handlungsunfähig zu machen; unter anderem dadurch, dass Arbeitsplätze massiv abgebaut werden sollen. Typische Fake-News, um einen politischen Gegner zu verleumden. Delegitimierung statt Dialog Was aus der Distanz wie eine Kette unglücklicher Entscheidungen oder dysfunktionaler Kommunikation erscheinen mag, war eine wohlchoreografierte Rufmord-Kampagne und eine politische Intrige, die sektuide Züge trägt. Sie offenbart bei näherer Betrachtung ein tieferes Muster: Der Umgang des DBU-Vorstands mit der Krise zeigt einen psychologischen Verdrängungsmechanismus. Das Verhalten erinnert frappierend an ein kindliches Prinzip: Wenn ich etwas nicht sehen will, ist es nicht da. Die unbequeme Realität – eine drohende Zahlungsunfähigkeit, massive strukturelle Probleme, interne Kritik – wird nicht bearbeitet, sondern ausgeblendet. Nicht durch Einsicht, sondern durch Kontrolle. Nicht durch Dialog, sondern durch Delegitimierung. Ich habe soeben die Deutsche Buddhistische Union e. V. darüber informiert, dass ich mit sofortiger Wirkung aus dem Verband austrete.
Die DBU befindet sich derzeit in der wohl tiefsten Krise ihrer Geschichte. Noch vor wenigen Monaten drohte die Zahlungsunfähigkeit. Sie konnte nur durch einen groß angelegten Spendenaufruf verhindert werden. Damit ist eine Insolvenz jedoch noch nicht abgewendet. Dem Verband fehlt bis heute ein tragfähiges Sanierungskonzept, obwohl die Kosten seit Jahren die regelmäßigen Einnahmen bei weitem übersteigen. Ein betriebswirtschaftliches Trauerspiel in Endlosschleife. Die Verantwortlichen leugnen die Insolvenzgefahr in der Öffentlichkeit, obwohl der Schatzmeister Claus Herboth intern vor einer Zahlungsunfähigleit warnt. So richtig wahrhaben will dies in der DBU aber wohl niemand. Diese Realitätsverweigerung wäre schlimm genug. Noch schlimmer ist jedoch, dass besorgte Mitglieder des Vereins, die auf Transparenz drängen und umfassende Reformen anmahnen, diskreditiert und bedroht werden – und das von einem buddhistischen(!) Dachverband. Ich gehöre – nun muss man ja sagen: „gehörte“ – zu diesen Mitgliedern. Bei der vergangenen Mitgliederversammlung am letzten Wochenende im Mai dieses Jahres versuchte ich mich gemeinsam mit einigen anderen einzubringen, um die existenzielle Krise der DBU zu bewältigen. Das Votum der versammelten Delegierten war eindeutig: Das ist nicht gewünscht. Ein demokratisches Votum muss in jedem Fall akzeptiert werden. Inakzeptabel ist jedoch die beispiellose Schmutzkampagne, flankiert von Drohbriefen, mit der wir im Vorfeld der Mitgliederversammlung überzogen wurden. Sie endete auch auf der Mitgliederversammlung selbst nicht. Mit dieser gut choreografierten Kampagne soll von der eigenen Verantwortung für die finanzielle und strukturelle Krise der DBU abgelenkt und Machtpositionen verteidigt werden. Hier wird Machtmissbrauch betrieben. All dies ist von den Delegierten der Mitgliedsgemeinschaften durch ihre Passivität, durch fehlenden Widerspruch sanktioniert. Die Kampagne ging von Anna Karolina Brychcy, ehemalige 1. Vorsitzende der DBU, und Tsunma Konchok Jinpa Chodron, bürgerlich Jutta Gassner, Interims-Vorsitzende der DBU und buddhistische Nonne, aus. Sekundiert wurde sie von Susanne Billig, Chefredakteurin der Verbandszeitung "Buddhismus Aktuell" und mitgetragen von Claus Herboth, Schatzmeister des Vereins. Die Frage, ob sich die Initiierung von Delegitimationskampagnen gegen vermeintliche politische Gegner mit buddhistischer Ethik und Ordinationsgelübden vereinbaren lassen, müssen Frau Brychcy, Frau Gassner, Frau Billig und Herr Herboth sich selbst beantworten. Ich habe nicht maßgeblich an der Trennung der DBU vom Diamantweg (der damaligen buddhistischen Mitgliedsgruppe mit dem Rassisten und AFD-Sympathisanten Ole Nydahl an der Spitze) mitgearbeitet, die u.a. die demokratische Diskurskultur innerhalb des Verbands vergiftet hatten, um mich nun in einer DBU wiederzufinden, in der man bereitwillig demokratische Prinzipen und ein faires Miteinander zu Gunsten von Lügen, Intrigen und Delegitimationskampagnen aufgibt. „So agieren Sekten“, kommentierte ein Freund das Geschehen in der DBU treffend. Das, was hier passiert ist, war versuchter Rufmord. Mit so einem Verband möchte ich nichts mehr zu tun haben. Zu den Hintergründen lesen Sie bitte an dieser Stelle weiter: Nachlese: Intrigen in der DBU 18. bis 21. September 2025: Achtsamkeit und Weisheit im modernen Leben
Dieses Retreat bietet dir eine besondere Gelegenheit, Achtsamkeit und innere Klarheit zu kultivieren und dabei die Weisheit des Buddhismus auf eine zeitgemäße, religionsunabhängige Weise zu entdecken. Es ist ideal für alle, die einen Weg suchen, Meditation und Einsicht in ihr modernes Leben zu integrieren. https://zen-zentrum-altbaeckersmuehle.de/produkt/retreat-zum-saekularen-buddhismus-18-09-21-09-2025/ |
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